Henrichshütte Hattingen

FUTUR_energie

150 Jahre lang wurden auf der Henrichshütte Hattingen Eisen und Stahl erzeugt, gegossen, geschmiedet und gewalzt. 1987 wurden die Hochöfen „ausgeblasen“. Über 100 chinesische Arbeiter zerlegten Hochofen 2 und verschifften ihn nach Hunan, um dort wieder Eisen zu produzieren. Seither hat sich die Stahlproduktion weltweit verdoppelt, 15 Prozent des nach wie vor steigenden CO2-Ausstoßes kommen aus Hochöfen und Stahlwerken. Die Henrichshütte erzählt die Geschichte eines Ortes und seiner Menschen und bindet sie in globale Zusammenhänge ein.

Festivalwoche 12.3. – 19.3.2022
Öffnungszeiten: 10 – 22 Uhr (täglich, auch Montag)
Der Eintritt ist frei.
INDUSTRIAL DREAMS IST ist in der Festivalwoche von 10-22 Uhr zu sehen. BLAST FURNACE NO. 2 ist dauerhaft während der Öffnungszeiten im Museum zu sehen.

Für den Museumsbesuch gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gilt 2G+

Refik Anadol

Industrial Dreams

Futur III | 12.03.2022 - 19.03.2022

Der in Los Angeles lebende Medienkünstler Refik Anadol entwickelt für die Henrichshütte in Hattingen eine digitale Datenskulptur, die im Außenbereich des Geländes in Form einer monumentalen LED-Wand an die Stelle des 1990 nach China verkauften Hochofen II rückt. Im Mittelpunkt stehen konkrete Fragen zum Energieverbrauch in der Stahlindustrie. Der Künstler bedient sich riesiger Datensets und themenspezifischer Bildarchive, die er von einer KI erforschen und von hochentwickelten Algorithmen künstlerisch weiterspekulieren lässt.

Refik Anadol beleuchtet dabei im Spannungsfeld von historischem Ort und digitalem Objekt unsere veränderte Wahrnehmung von Raum und Architektur, die sich durch den Einzug von Smartphones und städtischen Bildschirmen in unseren Alltag kontinuierlich weiter vollzieht. Die Ergebnisse sind Ausflüge in von der Quantenphysik inspirierte alternative Realitäten, die uns unsere eigene Wirklichkeit aus einer neuen Perspektive betrachten lassen.

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